Dortmund im Angriffsmodus

Für Borussia Dortmund war die Transferperiode in diesem Sommer auf ganzer Linie erfolgreich. Neben der Rückkehr konnten unter anderem die Verpflichtungen von Nico Scholz, Thorgan Hazard und Julian Brandt klar gemacht werden. Alle drei gehören in der Bundesliga zu den etablierten Leistungsträgern, die bei ihren Vereinen eine tragende Rolle gespielt haben. Dass alle drei nun zu Borussia Dortmund wechselten, darf als großer Erfolg für den Manager des Vereins, Hans Joachim Watzke, gewertet werden. Er hatte den Verein einige Jahre zuvor auch an die Börse gebracht. Heute ist Borussia Dortmund die einzige Aktiengesellschaft unter den deutschen Fußballvereinen.

Prominente Abgänge

Ein weiterer Erfolg der Dortmunder war es, einige der gut bezahlten Bankspieler gewinnbringend zu verkaufen. Abdou Diallo brachte dem Verein mit seinem Wechsel zu Paris Saint Germain ganze 32 Millionen Euro ein. Maximilian Philipp suchte sein Glück in Moskau, was zwanzig Millionen Euro in die Kassen spülte, und auch die formschwachen Alexander Isak, Shinji Kagawa und Andre Schürrle sind jetzt nicht mehr für den BVB aktiv.

Trainer Favre will es noch einmal wissen

Seit Borussia Dortmund von dem Schweizer Lucien Favre trainiert wird, geht es mit dem Verein nur noch aufwärts. Er konnte an Erfolge anknüpfen, die es zuvor nur mit Jürgen Klopp und, mit Abstrichen, in der Zeit von Thomas Tuchel gegeben hatte. Im vergangenen Jahr hätte es sogar beinahe für die deutsche Meisterschaft gereicht. Am Ende verhinderte nur eine teils verkorkste Rückrunde den ganz großen Triumph. Für Favre eine persönliche Niederlage, die er in diesem Jahr unbedingt vermeiden möchte. Entsprechend selbstbewusst und mutiert agierten die Dortmunder dann auch auf dem Transfermarkt. Mit Julian Brand und Thorgan Hazard konnten sie zwei Spieler verpflichten, die auch bei anderen Teams ganz oben auf der Liste gestanden hatten. Die Chancen auf eine gute Saison stehen aber noch aus einem anderen Grund sehr gut: Die Unterstützung der Fans ist bei 80.000 Zuschauern im Signal Iduna Park gewiss.

Bezwingen die Borussen die großen Bayern?

Was im Supercup zum Erstaunen vieler Beobachter gelang, soll jetzt auch in der Liga umgesetzt werden: Zwei Siege gegen den großen FC Bayern München. Oft scheiterten die Dortmunder nur knapp gegen die Münchner und leisteten sich Spiele auf Augenhöhe. Besonders schmerzhaft war sicherlich die Niederlage in Wembley 2013. In dieser Saison sollen nun endlich zwei Siege her.

Neue Hoffnung für das deutsche Basketball-Nationalteam

Kurz vor der Weltmeisterschaft in China wird die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zu den großen Favoriten gezählt. Man ist vielleicht noch nicht auf einer Höhe mit den dominanten Amerikanern. Aber zumindest in Europa kann Deutschland mittlerweile jede andere Nationalmannschaft schlagen. Das alleine ist schon deshalb bemerkenswert, weil vor einigen Jahren der beste deutsche Spieler aller Zeiten sich aus Deutschland verabschiedet hat: Dirk Nowitzki, ehemals Star bei den Dallas Mavericks.

Neue Talente für den DBB

Dem DBB ist es zuletzt gelungen, viele der jungen Talente direkt in das Nationalteam zu integrieren. Dort zählen Paul Zipser, Daniel Theis und andere junge Spieler bereits jetzt zu den großen Leistungsträgern. Zu verdanken ist dieser Umstand vor allem einer gelungenen Nachwuchsarbeit. Viele der Konzepte des Fußballs wurden in den Basketballsport übertragen und so verfügt heute fast jeder Bundesligist über seine eigene Jugendakademie. Dort werden Talente gezielt gefördert und so auf eine Karriere im Profibasketball vorbereitet. Zu verdanken ist diese Entwicklung zu großen Teil dem ehemaligen Trainer des Nationalteams, Dirk Bauermann. Dieser hatte lange Zeit angeprangert, dass zu wenige deutsche Spieler in der Liga ihr Brot verdienten. Er schlug daher eine Regel für Mindestzahlen an deutschen Spielern vor und setzte diese anschließend um.

Titelchancen in China?

Ob die deutsche Mannschaft tatsächlich einen Chance auf den Titel hat, steht noch in den Sternen. Ohne Zweifel kann sie jedoch schon jetzt mit den ganz Großen mithalten. In der Vorbereitung hat das Team bereits den Franzosen und Serben das Fürchten gelehrt. Zeit für einen deutschen WM-Titel?

EuroLeague oder Champions League?

Nirgendwo sonst können die europäischen Fans so viele Topstars live zu Gesicht bekommen wie in der EuroLeague des Verbandes ULEB. Diese gilt seit Jahren als Königsklasse des europäischen Basketballsports, wenngleich sie mit der nordamerikanischen NBA sicherlich nicht mithalten kann. Dies zeigt sich gewöhnlich auch daran, dass die Creme de la creme der EuroLeague-Spieler früher oder später den Sprung in die Vereinigten Staaten wagt.

Wo die Stars des Kontinents zu Hause sind

Das besondere an der EuroLeague bleibt derweil, dass Teams aus ganz Europa und sogar darüber hinaus an ihr teilnehmen. Spanien, Griechenland und die Türkei sind dabei so etwas wie die Leitnationen, wenn es um ausverkaufte Hallen, Begeisterung und technisch anspruchsvollen Basketball geht. Innerhalb Europas hat die EuroLeague seit einigen Jahren Konkurrenz vom Weltverband FIBA bekommen.

Konkurrenz vom Weltverband

Der Erfolg der EuroLeague rief einige Neider auf den Plan. Darunter auch aus dem Weltverband FIBA. Um selbst vom Profit des internationalen Basketballs profitieren zu können, schuf die FIBA zusätzlich die Basketball Champions League. Diese trägt zwar einen renommierten Namen, ist faktisch aber nicht ganz so stark besetzt wie die EuroLeague. Allerdings werden dort hohe Summen an die beteiligten Teams ausgeschüttet.

Hier brauchen die Spieler eine ruhige Hand

Noch vor einigen Jahren hätten die meisten das Darts noch mit dem wöchentlichen Gang in die Stammkneipe assoziiert. Heute ist dieser Sport jedoch weit mehr als das. Er füllt ganze Hallen mit tausenden begeisterter Fans. Und dies nicht mehr nur in seinem Mutterland Großbritannien, sondern längst auch in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Darts ist spannend, spektakulär und erfordert große Sportsmänner. Stundenlanges Training und eine ruhige Hand sind die Voraussetzung für dauerhafte Erfolge bei Turnieren.

Warum dieser Sport viel Erfahrung benötigt

Wer einmal selbst Pfeile auf die berüchtigte Dartscheibe geworfen hat, wird ohne jeden Zweifel feststellen, dass dies weit leichter aussieht als es tatsächlich ist, Um in die Weltspitze aufzusteigen, benötigt man jahrelange Erfahrung und möglichst auch ein ordentliches Maß an Talent. Innerhalb der Weltspitze ist der Wettbewerb scharf und der Druck enorm.

Phil Taylor und seine Nachfolger

Kein Sportler prägte das Darts so sehr wie der Engländer Phil Taylor. Der in Stoke on Trent geborene, sechzehnmalige Weltmeister steht so sehr für diesen Kneipensport wie Michael Schumacher für die Formel 1. Mit seinem Spiel erwarb er sich den Spitznamen „The Power“. Neben der Weltmeisterschaft konnte er auch den zweitwichtigsten Wettbewerb, das World Matchplay mehr als ein Dutzend mal für sich entscheiden. Nach seinem Karriereende vor zwei Jahren wurde das Turnier prompt nach ihm benannt.

Dartfans in aller Welt verehren ihren Helden derweil noch immer, auch wenn Taylor heute nur noch auf Showveranstaltungen Pfeile wirft. Als sein designierter Nachfolger gilt der Niederländer Michael van Gerwen, aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste und dennoch immer auf dem Boden geblieben. Konkurrenz macht ihm allerdings der englische Landsmann von Taylor, Rob Cross, der „The Power“ bei dessen letzter WM im Finale bezwingen konnte.

Das deutsche Tennis und seine Idole

Mit Boris Becker hatte Deutschland für viele Jahre seinen Tennis-Helden gefunden und einen weiteren Nationalsport gefunden. Mit gerade einmal siebzehn Jahren gewann der Rotschopf das prestigeträchtige Turnier in Wimbledon. Es folgte eine Weltkarriere, die jedoch immer wieder an den hohen Erwartungen der Öffentlichkeit zu scheitern drohte. Heute, etwa dreißig Jahre später, ist von der damaligen Euphorie nicht mehr viel übrig geblieben. Becker selbst ist in eine Privatinsolvenz gerutscht und der Boulevard berichtet mehr über das Privatleben des Ex-Tennisstars als über seine sportliche Karriere. Diese ist allerdings noch längst nicht vollständig zum Stillstand gekommen. Zeitweise trainierte der Badener das Tennis-Ass Nowak Djokovic aus Serbien. Insgesamt sieben Grand Slam Siege konnte das Team zwischen 2013 und 2016 einfahren. Im Tennis beinahe unerreicht.

Steffi Graf und neue Sterne am Tennishimmel

Neben Boris Becker gab es auch im Tennis der Frauen einen Namen, der für immer mit dem Sport verbunden bleibt. Steffi Graf, die Frau des amerikanischen Superstars Andre Agassi, machte ein ganzes Land mit ihren Erfolgen stolz. Auch sie gewann die wichtigsten Wettbewerbe und überzeugte mit ihrer sympathischen Art. Eine weitere Gemeinsamkeit mit Boris Becker: Auch sie stammt aus Nordbaden.

Eine EM für ganz Europa

Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini sorgte mit seiner Idee zu Beginn noch für großes Aufsehen. Dass es nachher doch noch zu einer Umsetzung kam, ist wohl der Hartnäckigkeit des Franzosen zu verdanken. Die Rede ist von der Austragung der EM 2020. Diese findet erstmals nicht in einem einzigen Land oder zwei gemeinsamen Austragungsländern statt, sondern auf dem ganzen Kontinent verstreut. Von Bilbao bis Rumänien wird dann ein großes Fußballfest gefeiert.

Wer gegen wen spielt

Der Spielplan für das Turnier im Jahr 2020 ist noch nicht bekannt und sorgt trotzdem bereits für heftige Spekulationen. Gut möglich, dass es bereits in der Gruppenphase zu atemberaubenden Duellen gibt. Interessant am kommenden Turnier ist, dass allen Länder, die zu den Ausrichtern gehören, ein Heimrecht zugestanden wird. Die Italiener werden ihre Heimspiele also zum Beispiel in Rom austragen, die Engländer in London und die Deutschen in München. Zu den absoluten Top-Spielen dürfte es daher erst in der Hauptrunde kommen. Auch die Platzierung in der Weltrangliste spielt eine Rolle für die Einteilung der Partien. Vermeintlich schwächere Teams werden eher zu den Top-Platzierten gelost. Für die Fans in Deutschland wird es interessant sein zu sehen, ob sich das Team von der schwachen WM 2018 erholen konnte. Dort schied man enttäuschenderweise bereits in der Vorrunde aus.

Worauf sich die deutschen Fans freuen dürfen

Neben mindestens drei Spielen in deutschen Arenen dürfen sich die Fans aus dem eigenen Land noch auf viel mehr freuen bei der EM 2020. Vor allem die Spieler dürften noch viel Spaß machen. Mit Leroy Sane, Kai Havertz und Timo Werner befinden sich einige der talentiertesten, jungen Fußballer des Planeten in den Reihen des DFB.