Das deutsche Tennis und seine Idole

Mit Boris Becker hatte Deutschland für viele Jahre seinen Tennis-Helden gefunden und einen weiteren Nationalsport gefunden. Mit gerade einmal siebzehn Jahren gewann der Rotschopf das prestigeträchtige Turnier in Wimbledon. Es folgte eine Weltkarriere, die jedoch immer wieder an den hohen Erwartungen der Öffentlichkeit zu scheitern drohte. Heute, etwa dreißig Jahre später, ist von der damaligen Euphorie nicht mehr viel übrig geblieben. Becker selbst ist in eine Privatinsolvenz gerutscht und der Boulevard berichtet mehr über das Privatleben des Ex-Tennisstars als über seine sportliche Karriere. Diese ist allerdings noch längst nicht vollständig zum Stillstand gekommen. Zeitweise trainierte der Badener das Tennis-Ass Nowak Djokovic aus Serbien. Insgesamt sieben Grand Slam Siege konnte das Team zwischen 2013 und 2016 einfahren. Im Tennis beinahe unerreicht.

Steffi Graf und neue Sterne am Tennishimmel

Neben Boris Becker gab es auch im Tennis der Frauen einen Namen, der für immer mit dem Sport verbunden bleibt. Steffi Graf, die Frau des amerikanischen Superstars Andre Agassi, machte ein ganzes Land mit ihren Erfolgen stolz. Auch sie gewann die wichtigsten Wettbewerbe und überzeugte mit ihrer sympathischen Art. Eine weitere Gemeinsamkeit mit Boris Becker: Auch sie stammt aus Nordbaden.

Eine EM für ganz Europa

Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini sorgte mit seiner Idee zu Beginn noch für großes Aufsehen. Dass es nachher doch noch zu einer Umsetzung kam, ist wohl der Hartnäckigkeit des Franzosen zu verdanken. Die Rede ist von der Austragung der EM 2020. Diese findet erstmals nicht in einem einzigen Land oder zwei gemeinsamen Austragungsländern statt, sondern auf dem ganzen Kontinent verstreut. Von Bilbao bis Rumänien wird dann ein großes Fußballfest gefeiert.

Wer gegen wen spielt

Der Spielplan für das Turnier im Jahr 2020 ist noch nicht bekannt und sorgt trotzdem bereits für heftige Spekulationen. Gut möglich, dass es bereits in der Gruppenphase zu atemberaubenden Duellen gibt. Interessant am kommenden Turnier ist, dass allen Länder, die zu den Ausrichtern gehören, ein Heimrecht zugestanden wird. Die Italiener werden ihre Heimspiele also zum Beispiel in Rom austragen, die Engländer in London und die Deutschen in München. Zu den absoluten Top-Spielen dürfte es daher erst in der Hauptrunde kommen. Auch die Platzierung in der Weltrangliste spielt eine Rolle für die Einteilung der Partien. Vermeintlich schwächere Teams werden eher zu den Top-Platzierten gelost. Für die Fans in Deutschland wird es interessant sein zu sehen, ob sich das Team von der schwachen WM 2018 erholen konnte. Dort schied man enttäuschenderweise bereits in der Vorrunde aus.

Worauf sich die deutschen Fans freuen dürfen

Neben mindestens drei Spielen in deutschen Arenen dürfen sich die Fans aus dem eigenen Land noch auf viel mehr freuen bei der EM 2020. Vor allem die Spieler dürften noch viel Spaß machen. Mit Leroy Sane, Kai Havertz und Timo Werner befinden sich einige der talentiertesten, jungen Fußballer des Planeten in den Reihen des DFB.