Der Handball-Sport und die Öffentlichkeit

Schon 1936, als die Olympischen Spiele in Berlin ausgetragen wurden, stand der Handball auf dem offiziellen Programm. Seitdem hat sich die Sportart etabliert.

Präsenz bei den Olympischen Spielen

Heute lockt Handball Dutzende Millionen Menschen in aller Welt vor den Fernseher, wenn die Spiele bei Olympia übertragen werden. Abgesehen von der ersten Austragung ist es dem deutschen Team dabei nie gelungen, den Titel zu holen. 2016 in Rio de Janeiro war die Mannschaft dann allerdings wieder sehr nahe dran und scheiterte erst im Halbfinale an den Franzosen. Neben dem WM-Triumph ist ein Olympia-Sieg heute mit das Prestigeträchtigste, was im internationalen Handball gewonnen werden kann.

Die stärkste Liga der Welt?

Die deutsche Handball-Bundesliga rühmt sich europaweit damit, die besten Spieler in ihren Reihen zu haben. Ob das heute so noch der Fall ist, darüber scheiden sich die Geister. Manche Experten sind der Ansicht, die französische Liga habe längst aufgeschlossen. Wieder andere bescheinigen der ungarischen Spielklasse, europaweit die beste zu sein. Zwei der Top-Teams des Landes hatten zuletzt mehrfach den Sprung in das Finale 4 der besten Mannschaften geschafft. Dieses findet traditionell in Köln statt. Die dortige Lanxess Arena gehört zu den wichtigsten Spielstätten in ganz Europa.

Handball auf europäischem Top-Niveau

Wer im europäischen Handball für einen Topverein tätig ist, wird früher oder später auch in einer länderübergreifenden Liga antreten. Der wichtigste dieser Wettbewerbe ist die Champions League. Dort treten Vereine von Spanien bis Russland gegeneinander an. Bereits mehrmals konnte ein deutsches Team dort den Titel holen, darunter der HSV Hamburg, Flensburg-Handewitt und der THW Kiel.

Beliebtheit bei der Jugend

Heute ist Handball nach Fußball die zweitbeliebteste Mannschaftssportart in Deutschland. Hunderttausende Jugendliche spielen in einem Verein oder in ihrer Freizeit. Die Voraussetzungen dafür sind auch deshalb so gut, weil die Ausrüstung in diesem Sport relativ günstig ist. Zudem ist Handball spannend, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut. Die Zukunft des Handballs steht und fällt mit der Jugend.

Das Aushängeschild Nationalmannschaft

Nicht ein Verein hat im Handball die meisten Anhänger, sondern die deutsche Handballnationalmannschaft, in der Stars aus ganz Deutschland spielen. Sie vertritt die Bundesrepublik bei internationalen Turnieren und ist so etwas wie das Aushängeschild des Deutschen Handball-Bundes DHB. Unvergessen bleiben die Erfolge, die die deutsche Mannschaft in den vergangenen Jahren für sich verbuchen konnte, darunter die siegreiche Europameisterschaft 2016. Der damalige Trainer Davur Sigurdsson verließ den DHB danach zwar in Richtung Japan, bleibt den deutschen Fans aber außerordentlich positiv in Erinnerung. Ein weiteres Gesicht des deutschen Handballs ist zweifellos Heiner Brand. Der durch seinen markanten Schnauzer bekannt gewordene Ex-Nationalcoach steht für die erfolgreichste Episode des Teams überhaupt. Gemeinsam mit Spielern wie Stefan Kretzschmar, Michael Kraus, Henning Fritz und Daniel Stephan wurde er 2004 Europa- und 2007 Weltmeister.

Neue Hoffnung für das deutsche Basketball-Nationalteam

Kurz vor der Weltmeisterschaft in China wird die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zu den großen Favoriten gezählt. Man ist vielleicht noch nicht auf einer Höhe mit den dominanten Amerikanern. Aber zumindest in Europa kann Deutschland mittlerweile jede andere Nationalmannschaft schlagen. Das alleine ist schon deshalb bemerkenswert, weil vor einigen Jahren der beste deutsche Spieler aller Zeiten sich aus Deutschland verabschiedet hat: Dirk Nowitzki, ehemals Star bei den Dallas Mavericks.

Neue Talente für den DBB

Dem DBB ist es zuletzt gelungen, viele der jungen Talente direkt in das Nationalteam zu integrieren. Dort zählen Paul Zipser, Daniel Theis und andere junge Spieler bereits jetzt zu den großen Leistungsträgern. Zu verdanken ist dieser Umstand vor allem einer gelungenen Nachwuchsarbeit. Viele der Konzepte des Fußballs wurden in den Basketballsport übertragen und so verfügt heute fast jeder Bundesligist über seine eigene Jugendakademie. Dort werden Talente gezielt gefördert und so auf eine Karriere im Profibasketball vorbereitet. Zu verdanken ist diese Entwicklung zu großen Teil dem ehemaligen Trainer des Nationalteams, Dirk Bauermann. Dieser hatte lange Zeit angeprangert, dass zu wenige deutsche Spieler in der Liga ihr Brot verdienten. Er schlug daher eine Regel für Mindestzahlen an deutschen Spielern vor und setzte diese anschließend um.

Titelchancen in China?

Ob die deutsche Mannschaft tatsächlich einen Chance auf den Titel hat, steht noch in den Sternen. Ohne Zweifel kann sie jedoch schon jetzt mit den ganz Großen mithalten. In der Vorbereitung hat das Team bereits den Franzosen und Serben das Fürchten gelehrt. Zeit für einen deutschen WM-Titel?

EuroLeague oder Champions League?

Nirgendwo sonst können die europäischen Fans so viele Topstars live zu Gesicht bekommen wie in der EuroLeague des Verbandes ULEB. Diese gilt seit Jahren als Königsklasse des europäischen Basketballsports, wenngleich sie mit der nordamerikanischen NBA sicherlich nicht mithalten kann. Dies zeigt sich gewöhnlich auch daran, dass die Creme de la creme der EuroLeague-Spieler früher oder später den Sprung in die Vereinigten Staaten wagt.

Wo die Stars des Kontinents zu Hause sind

Das besondere an der EuroLeague bleibt derweil, dass Teams aus ganz Europa und sogar darüber hinaus an ihr teilnehmen. Spanien, Griechenland und die Türkei sind dabei so etwas wie die Leitnationen, wenn es um ausverkaufte Hallen, Begeisterung und technisch anspruchsvollen Basketball geht. Innerhalb Europas hat die EuroLeague seit einigen Jahren Konkurrenz vom Weltverband FIBA bekommen.

Konkurrenz vom Weltverband

Der Erfolg der EuroLeague rief einige Neider auf den Plan. Darunter auch aus dem Weltverband FIBA. Um selbst vom Profit des internationalen Basketballs profitieren zu können, schuf die FIBA zusätzlich die Basketball Champions League. Diese trägt zwar einen renommierten Namen, ist faktisch aber nicht ganz so stark besetzt wie die EuroLeague. Allerdings werden dort hohe Summen an die beteiligten Teams ausgeschüttet.